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Norwegen ist ein schönes Land! Die Hardangervidda zeigt dies deutlich und unmissverständlich. Die Großartigkeit der Natur. Der Blick über die Hochebene und ihr Meer aus langen Tälern, Hügeln und Seen. Die viertägige Wanderung über die Hardangsrvidda von Ustaoset nach Mogen ist abgeschlossen. Mit dem Zug zum Bahnhof Ustaoset und dann 9,5 km zu Fuß zur Tuva-Touristenhütte. Eine private Touristenhütte, in der wir die letzte Nacht verbrachten. Schweinshaxe und Risotto zum Abendessen. Rhabarbersuppe mit Sahne und frischen Erdbeeren. Weltklasse-Waffeln. Fantastische Gastgeber. Am nächsten Tag brachen wir nach dem Frühstück um 9 Uhr auf. Eine lange Etappe von 27 km nach Rauhelleren. Über Heinseter. Es ist ein langer Weg, mit einem schweren Rucksack. Locker bergauf den ganzen Weg. Es ist schön, mitten in der Natur zu laufen. Wenige Menschen zu sehen, verglichen mit der bekannten Gegend. Erschöpft und glücklich kommen wir um 18 Uhr in Raudhelleren an. Dort werden wir auch hervorragend verpflegt. Ein Drei-Gänge-Menü und gute Getränke (Bier/Wein/Soda). Dies ist eine DNT-Hütte und sie ist groß. Wir waren in einem Schlafraum untergebracht. Eine ziemlich volle Hütte, mit 2 gedeckten Tischen zum Abendessen. Die Gruppe schlief ziemlich angeschlagen ein. Nach einer erholsamen Nacht standen wir um 07.30 Uhr zum Frühstück auf. Dann ging es um 08.00 Uhr auf die 3. Etappe von Rauhelleren nach Lågaros. Es sind 22 neue Kilometer. Es ist auch eine lange Strecke. Die Erfahrungen vom Vortag veranlassten uns, unser Tempo etwas anzupassen. Zum Glück sind es nicht die gleichen langen Anstiege. Eher hügelig. Schöne Bergseen und anständige Wege. Ein paar felsige Grate sind zu überwinden. Abends um 18 Uhr kamen wir in Lågaros an. Bis dahin war ich schon draußen und hatte den ganzen Regen verpasst. Bis jetzt haben wir kaum einen Tropfen abbekommen. Lågaros ist eine Selbstbedienungshütte mit eigenem Hüttenwirt. Ein freundlicher alter Mann, der uns sehr willkommen hieß. Er hat uns ein Zimmer zur Verfügung gestellt und wir haben unser eigenes Essen gekocht. Heil max, auch das. Ich habe sogar unsere Namen in den Wanderbüchern von 1986 wiedergefunden, als ich in jenem Winter mit dem am 29. Juli verstorbenen Naturforscher, Inspirator und Lehrer Stein Baardseth ❤️ auf einer Schulreise war. Der Sonnenuntergang über der Hardangervidda, mit den Bergen und Jøkulen im Hintergrund und dem Bjornesfjord, ist ein wunderschöner Anblick. Auch an diesem Abend gingen wir früh ins Bett, nachdem wir ein paar Runden Karten gespielt hatten. Der nächste Morgen und der letzte Tag der Reise begann um 7 Uhr mit einem selbstgemachten Frühstück in einer Tüte (Haferflocken). Es sind 15 Kilometer hinunter nach Mogen und Fjellvåken, dort unten an der Mündung des Juvikfjords am Møsvatn. Ich musste es vor 15.30 Uhr erreichen. Wir schafften es mit einem Vorsprung von 45 Minuten. In der letzten Stunde hinunter zum Møsvatn ging ein kleiner Regenschauer über uns nieder. Keine Gefahr. Die Bergwacht war um 17.00 Uhr in Skinnarbu. Etwas früher als geplant. Mogen wird renoviert und soll 2024 fertig sein. Also war er geschlossen. Eine fantastisch lange und schöne Reise. Gute Freunde. Abgenutzte Fußklingen, aber immer noch gute Laune. Und vielleicht noch besser: mehr Lust, solche Reisen wieder zu machen! Vielen Dank für die Reise, und ein Urlaub vor Ort in Norwegen ist der beste Urlaub, den man sich wünschen kann! Gesamtlänge 75 km
Hans Inge Hagen